Mensch-Balance

 (Winterlandschaft, gespiegelt)

Ist im menschlichen Körper der Mineralhaushalt der Zellen gestört, kommt er ins Ungleichgewicht und Krankheiten können entstehen. Vor über 130 Jahren wurde Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler genau darauf aufmerksam. Er entwickelte gegen diese Mangelzustände "Funktionsmitteln", die heute unter dem Namen "Schüßler-Salze" bekannten Mineralsalze, in denen er immer eine basische und eine saure Substanz kombinierte. Er nutzte hierzu zunächst 12 verschiedene Mineralstoff-Kombinationen, die in unserem Körper eine wichtige Rolle spielen und die unterschiedlichsten Funktionen übernehmen. Hier gebe ich nur zu den 12 Hauptmitteln einige Hinweise. Mittlerweile gibt es noch eine Erweiterung der Palette auf über 27 Mittel, die man die Ergänzungsmittel nennt und die nicht von Dr. Schüssler selbst, sondern von seinen Schülern entdeckt und weiterentwickelt wurden. Schüßler-Salze werden heute überwiegend in Apotheken und auch im Internet, in Form von Tabletten, Pulver, Globuli, Salben und Tropfen, gehandelt. Sie sind nicht verschreibungspflichtig.

Die 12 original Schüssler-Salze

Nr. 1 Calcium fluoratum Das Kalziumfluorid ist besonders für das Bindegewebe sowie das Stützgewebe wichtig. Es verleiht ihm Festigkeit. Sie erkennen einen Kalziumfluorid Mangel an trockenen bis rissigen Lippen und Händen, schlaffem Bindegewebe und einer erhöhten Hornhautbildung an den Füßen und Händen. Die seelischen Auswirkungen sind Ungeduld, Depressionen und eine innere Unruhe.

 

Nr 2. Natrium phosphoricum Dies Schüßler-Salz kommt vor allem in den Knochen vor. Bei einer Mangelerscheinung dieses Mineralstoffes können Symptome auftreten wie: ständiges Frösteln, Polypen, schwache, brüchige Knochen, Kopfschmerzen und lange Rekonvaleszenzzeiten nach Krankheiten. Seelisch macht sich dieser Mangel durch Ängstlichkeit und große Schreckhaftigkeit bemerkbar.

 

Nr. 3 Ferrum phosphoricum Es ist für alle Zellen im Körper sehr wichtig, besonders für die roten Blutkörperchen. Sie können an einem Eisenphosphatmangel leiden, wenn Sie beispielsweise unter häufigen Erkältungskrankheiten, Konzentrationsstörungen oder Entzündungen der Sehnen leiden. Die Haare wirken oft trocken und spröde. Psychisch sind Sie schnell erschöpft, nervös und können sich schlecht etwas merken.

 

Nr. 4 Kalium chloratum Kaliumchlorid  ist besonders wichtig für die Nerven sowie die Muskeln. Ein Mangel macht sich durch Entzündungen im Mund und an den Schleimhäuten sowie einem empfindlichen Magen bemerkbar. Frauen haben hier auch vermehrt Menstruationsprobleme. Die Neigung zu Besenreisern oder Übergewicht können weitere Zeichen für eine Mangelerscheinung an Kaliumchlorid sein. Psychische Merkmale sind unter anderem ein gesteigertes Pflichtbewusstsein sowie große Emotionen.

 

Nr. 5 Kaluim phosphoricum Als  Hauptnährstoff für die Nerven gilt das Kaliumphosphat. Darmprobleme, Zahnfleischbluten oder schnelle Erschöpfung können Anzeichen für einen Mangel sein. Auf seelischem Gebiet äußern sich Mangelzustände besonders in Ängstlichkeit, Platzangst, hypochondrischem Verhalten sowie auch immer wiederkehrende Hungerattacken.

 

Nr. 6 Kalium sulfuricum Für die Haut und die Schleimhäute ist Kaliumsulfat der Nährstofflieferant. Ein Anzeichen für einen Mangel können hier zahlreiche Pigmentflecke, Ekzeme, Schuppenflechte, Pickel oder Akneneigung sowie Gelenkentzündungen sein. Psychische Merkmale sind ein Hang zur Melancholie und Schlappheit.

 

Nr. 7 Magnesium phosphoricum Auch dieses Mineralsalz ist gut für die Nerven und die Muskeln. Merkmale für eine Unterversorgung sind hier Muskelkrämpfe, Zahnschmerzen, Migräne und auch Schlafstörungen. Aber auch ein krampfartiger Husten oder eine unerklärliche Lust auf Schokolade sind Anzeichen hierfür. Der Betroffene leidet unter einem hohem Minderwertigkeitsgefühl ist oft aggressiv.

 

Nr. 8 Natrium chloratum Natriumchlorid ist für die Regulierung des Wasserhaushaltes im Körper wichtig. Einen Mangel macht sich durch trockene Hände sowie einem starken Verlangen nach Salz bemerkbar. Eine ständig fließende Nase und Störungen des Speichelflusses sowie den Tränen sind weitere Merkmale. Psychisch macht sich der Mangel durch leichte Depressionen bemerkbar.

 

Nr. 9 Natrium phosphoricum Für das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper ist das Natriumphosphat zuständig. Ein Mangel erkennen Sie an Gallensteinen, Harnwegs- und Blasenentzündungen sowie an Magenschleimhautproblemen, welche auch oft mit Sodbrennen verbunden sein können. Psychisch macht sich dieser Mangel durch eine hohe Reizbarkeit, Traurigkeit und einem großen Einsamkeitsgefühl bemerkbar.

 

Nr. 10 Natrium sulfuricum Dies Salz ist besonders für die Wasserausscheidung wichtig. Kopfschmerzen, Verstopfungen und Blähungen, Juckreiz oder auch Gelenkbeschwerden können Anzeichen für eine Unterversorgung sein. Eine erhöhte Traurigkeit sowie eine gewisse Unversöhnlichkeit bei Unstimmigkeiten sind hier die psychischen Anzeichen.

 

Nr. 11 Silicea Die Kieselsäure ist wichtig für Haut, Haar und Bindegewebe. Eine Mangelerscheinung erkennen Sie an der Neigung zu Hühneraugen, Furunkeln und Fisteln sowie einer schlechten Wundheilung. Aber auch Haarausfall und Gelenkbeschwerden sind hier deutliche Anzeichen.

 

Nr. 12 Calcium sulfuricumFür die Bildung von Binde- und Stützgewebe ist das Kalziumsulfat notwendig. Wenn Sie an chronischen Gelenkentzündungen, Stirnhöhlen-, Mandel- oder Halsentzündung leiden, kann ein Mangel an Kalziumsulfat hieran ursächlich sein. Weitere Anzeichen können chronische Erkrankungen wie Schnupfen oder Bronchitis sein. Die Betroffenen leiden unter anderem an Kontaktschwierigkeiten und Einsamkeit.

Schüßler-Salze - Anwendung

Tabletten

Die klassischen Empfehlungen lauten: bei akuten Beschwerden nehmen Sie vorerst alle fünf Minuten 1-3 Tablette, bis Sie eine deutliche Besserung verspüren. Später können sie dann bis zu sechs Mal täglich entweder eine halbe Stunde vor / eine halbe Stunde nach dem Essen 1-3 Tablette einnehmen. Legen Sie diese direkt auf die Zunge und lassen Sie sie dort zergehen. So kann der Körper die Mineralsalze direkt über die Mundschleimhaut aufnehmen. Bei der Nr. 7, Magnesium phosphoricum,  hat sich eine besondere Form der Einnahme bewährt: Lösen Sie hierzu 10-15 Tabletten in heißem Wasser auf und trinken Sie dies in kleinen Schlucken noch so warm wie möglich. Gerade das Magnesiumphosphat kann hier so am schnellsten seine Wirkung entfalten.

Meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass auch die anderen Salze, in warmem Wasser gelöst, langsam, Schluck für Schluck getrunken, eine sehr gut Wirkung haben und dies vielen die Einnahme erleichtert.

Auch als Badezusatz, bei verschiedenen Beschwerden, besonders Muskelverspannungen und zur Entgiftung, haben sich die Schüssler-Salze bewährt.

Globuli

Sie werden verwendt, wie auch die Tabletten. Dabei gilt in der Regel eine Dosierung von 5 Globuli statt 1 Tablette. Vorteil ist, dass manche Hersteller hier auf Saccharose zurückgreifen und die Globuli so auch für Menschen anwendbar sind, die an einer Laktoseunverträglichkeit leiden.

Salben

Die Salben können bereits fertig in der Apotheke oder online im Internet bestellt werden. Massieren Sie diese ein bis zwei Mal täglich auf die betroffenen Stellen sanft ein oder legen Sie einen Salbenverband an.

Tropfen 

Diese lassen sich wie Tabletten anwenden. Sie können Sie in etwas stillem Wasser (Quellwasser) einnehmen oder auch pur. Sie eignen sich besonders auch für Diabetiker, da sie keine unnötige Zuckerzufuhr darstellen. Auch lassen sich die Tropfen leicht in Ihre Pflegecremes hinein mischen, so dass sie auf diesem Wege auch über die Haut Gutes tun.

Ich selbst teste die Anwendung und Einnahme kinesiologisch aus, so dass diese individuell auf die jeweilige Person abgestimmt sind.

 
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